Arbeitsschwerpunkte / Haltungssysteme

Die Geflügelhaltung dient der Durchführung von Prüfungen und Versuchen. Je nach Bedarf und Dringlichkeit werden durch den Beirat für Geflügel NRW folgende
Arbeitsschwerpunkte

  • Futterwertleistungsprüfungen für Legehennen - Alleinfutter *
  • Futterwertleistungsprüfungen für Masthühnerküken - Alleinfutter *
  • Futterwertleistungsprüfungen für Puten - Alleinfutter *
  • Mastleistungsprüfung für Masthühnerküken - Herkünfte *
  • Fütterungsversuche für Legehennen, Masthühnerküken und Truthühner

gebildet.

*) Diese Prüfungen werden im Auftrage des Landwirtschaftlichen Wochenblattes Westfalen - Lippe durchgeführt.

Vorhandene Prüfungs- bzw. Versuchskapazität einschl. Technik
  • Zwei Legehennenställe mit je vier Abteilungen
  • Junghennenaufzuchtstall
  • Geflügelmaststall für Masthühnerküken bzw. Truthühner
  • Maschinen-, Geräte- und Vorratshalle
  • Rassegeflügelstall mit sieben getrennten Volieren
  • Eiersortieranlage Moba mit 7800 Eiern Stundenleistung und einem Kühllager
  • Eierabfallkühlung
  • Petersime 168 Brutmaschinen –Vor- und Schlupfbrüter– mit 16800 Bruteiplätzen
  • Notstromaggregate einschl. Alarmmeldeeinrichtungen über das Telefonnetz
  • Lkw – Zug mit ca. 16,5 t zulässigem Gesamtgewicht
  • Tandem – Eiercontaineranhänger mit 3 t zulässigem Gesamtgewicht
  • Weidemann – Hoftrac für alle anfallenden Hofarbeiten

Ziel der Arbeit
Hauptaufgabe der Futterwertleistungsprüfungen ist es, zum einen dem Geflügelhalter zu helfen, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte besser zu erkennen, um entsprechend wählen zu können. Diese Daten sollen aber auch dem Produzenten die Möglichkeit geben, sein Produkt im Hinblick auf die Leistung mit anderen Produkten objektiv zu vergleichen, um die relative Beständigkeit zu erkennen oder diese aufgrund der in den Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse zu verbessern.

Die Mastleistungsprüfung der Masthühnerküken erfaßt die Mastleistung der am Markt befindlichen Zuchtprodukte, um der Praxis eine vergleichbare Übersicht über den züchterischen Stand der Herkünfte zu vermitteln.

Weiterhin werden Versuche durchgeführt, um Futterkomponenten oder -rezepturen zu testen.

Zukunftsaussichten im Legehennenbereich

Von den acht vorhandenen Stallabteilen wurden zwei Abteile umgebaut, so dass drei alternative Haltungssysteme neu installiert werden können. Von diesen drei Haltungssystemen mit ca. je 1000 Legehennen / System haben zwei einen Kaltscharraum = Wintergarten mit Überdachung erhalten.

Folgende alternative Stallsysteme wurden im Jahr 2000 installiert:

  • Bodenhaltung:
    Innenfläche = Kotgrube + Kaltscharraum außen + Auslauffläche begrünt
  • Kleingruppenhaltung:
    im strukturierten Großraumgehege
  • Volierenhaltung:
    Innen = Voliere + Scharraum + Kaltscharraum außen